12. März 2013
Heißhunger auf Chips, Brathähnchen und Schoki - wer weniger schläft, der gibt dem Appetit eher nach.
Das haben jetzt US-Forscher in einem Experiment nachgewiesen und ihren Abschlussbericht im Fachjournal "PNAS" veröffentlicht. Sie haben eine Gruppe von jungen Frauen und Männern gebildet und diese erst einmal neun Stunden schlafen lassen, um so ihr normales Essverhalten zu dokumentieren. Eine Woche später trennten sie die Gruppe: Die eine Hälfte durfte nur noch fünf Stunden schlafen, die andere durfte länger im Bett bleiben, danach wurde getauscht. Neben normalen Mahlzeiten und Obst stellten die Forscher den jungen Leuten auch Eis und Chips zur Verfügung. Es zeigte sich, dass die Menschen, die weniger schlafen, zwar mehr Energie verbrauchen, nämlich fünf Prozent mehr. Allerdings aßen sie auch mehr, als sie eigentlich brauchten, um den gesteigerten Energiebedarf zu decken: Statt der benötigten fünf Prozent gab es Kalorien, die einen Energiebedarf von sechs Prozent abdeckten. In der Folge legten die Probanden in der Phase mit weniger Schlaf im Schnitt ein Kilo zu.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)