12. März 2013

Medien stellen Muslime zu negativ dar

Da müssen wir Journalisten uns wohl mal an die eigene Nase packen: Denn Muslime werden in den deutschen Medien zu negativ dargestellt.

Der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration hat für eine Studie mehr als 9.000 Menschen befragt. Egal ob mit oder ohne Migrationshintergrund: Über 70 Prozent der Menschen empfinden die Darstellung in den Medien als negativ. Wenn es darum geht, wie das Zusammenleben in der Realität tatsächlich funktioniert, sieht das Bild anders aus: Von den Menschen mit Migrationshintergrund ist eine Mehrheit der Meinung, dass das gut klappt. Bei Menschen ohne Migrationshintergrund sehen das 47 Prozent eher negativ. Die Forscher weisen darauf hin, dass ein anhaltendes negatives Medienbild auch die Vorurteile fördere. So sank etwa nach der Thilo-Sarazzin-Debatte die Zustimmung zur Frage, ob ein Zusammenleben funktioniert. Als Konsequenz fordern die Forscher mehr Sensibilität der Medien und mehr Menschen mit muslimischen Hintergrund in den Redaktionen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)