12. März 2013

Wortschatz: Deshalb sagen wir "Kleider machen Leute"

In unserer Rubrik "Wortschatz" erklären wir heute, passend zum Tagesthema Anständig angezogen, warum wir die Redewendung "Kleider machen Leute" benutzen.

Damit meint man, dass die Kleidung eines Menschen wesentlich zur Wirkung seiner Person beiträgt. Das kann positiv als auch negativ gemeint sein.

Erstmals tauchte diese Redewendung 1874 auf. Damals erschien die gleichnamige Novelle des Schweizer Dichters Gottfried Keller. In dem Buch geht es um einen armen Schneidergesellen, der sich trotz Armut gut kleidet. In einer fremden Stadt wird er aufgrund seiner Kleidung für einen Grafen gehalten und die Verwechslungskomödie beginnt. Am Ende gründet er mit dem Geld seiner Braut ein Atelier und bringt es zu Wohlstand und Ansehen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)