12. März 2013
Der Tasmanische Teufel ist schon seit Längerem von einer ungewöhnlichen Krankheit bedroht.
Durch direkten Körperkontakt - wie etwa durch Bisse - werden Krebszellen von Tier zu Tier übertragen. Auf diese Weise breitet sich seit 16 Jahren ein tödlicher Gesichtskrebs unter den Raubtieren aus. Tasmanische Teufel sind die letzten großen Raubbeutler. Sie leben heute nur noch auf der Insel Tasmanien im Süden Australiens, und auch dort ist die Population bereits stark dezimiert.
Wissenschaftler berichten im Fachjournal PNAS von einer neuen Hoffnung auf einen Impfstoff. Sie erkannten in Experimenten, wie es kommt, dass die körperfremden Krebszellen nach einer Übertragung von Tier zu Tier nicht vom Immunsystem als fremd erkannt und bekämpft werden. Außerdem entwickelten sie eine Methode, um die Zellen wieder für das Immunsystem sichtbar zu machen. Sie hoffen darauf, dass sich auf diese Weise in Zukunft ein Impfstoff entwickeln lässt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)