12. März 2013
Wegducken bringt nichts.
Forscher der US-amerikanischen Organisation Mayo Clinic fanden nun heraus, dass Kinder, die angsteinflößende Situationen vermeiden, oft zu ängstlichen Erwachsenen werden. Dazu befragten die Mediziner 800 Kinder zwischen sieben und 18 Jahren sowie deren Eltern. Dabei stellten sie fest, dass Kinder, die unheimlichen Situationen aus dem Weg gingen, bei einer erneuten Befragung nach einem Jahr auf einer sogenannten Angstskala noch höhere Werte erzielten. Bei Kindern, die sich Herausforderungen stellten, blieb der Wert dagegen gleich. Im Fachmagazin "Behaviour Therapy" weisen die Wissenschaftler auf die Bedeutung der Erkenntnisse für die Vorbeugung hin. Durch eine Befragung zeige sich bereits in frühen Jahren, wer Gefahr laufe, ernsthafte Angststörungen zu entwickeln. Die Mediziner raten deshalb dazu, ängstliche Kinder immer wieder an furchteinflößende Situationen heranzuführen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)