12. März 2013
Multiresistente Keime sind ein echtes Problem in deutschen Krankenhäusern.
Jetzt haben Veterinärmediziner der FU Berlin herausgefunden, dass nicht nur Patienten in Krankenhäusern inifiziert werden, sondern auch die Ratten in der Großstadt. Da die am häufigsten infizierten Tiere aus der Kanalisation stammen, vermuten die Forscher, dass sich die Ratten über das Abwasser aus Krankenhäusern damit anstecken. Zwar bestehe bislang keine Gefahr, dass die Ratten die Keime auf Menschen übertragen. Die Keime ähnelten sich aber genetisch. Damit könne nicht ausgeschlossen werden, dass sich früher oder später auch Menschen anstecken - nicht etwa durch einen Biss, gefährlich wird es eher bei Kontakt mit Rattenkot. Die Forscher hatten über 50 tote Tiere von verschiedenen Orten in Berlin untersucht. Sechzehn Prozent der Tiere waren mit mulitresistenten Darmkeimen infiziert, das ist in etwa der Prozentsatz infizierter Krankenhauspatienten.
Multiresistente Keime sind besonders schwierig, weil sie sich nicht mit Antibiotika bekämpfen lassen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)