12. März 2013
Eine einzige Gehirnerschütterung reicht, um bleibende Schäden zu verursachen.
Das beschreiben US-Wissenschaftlerinnen in einem Artikel im Fachmagazin "Radiology". Bisher waren die Langzeitschäden nach einer Gehirnerschütterung weitgehend unerforscht. Anhand einer Langzeitstudie hat das Team nun herausgefunden, dass 10 bis 20 Prozent der Traumapatienten auch noch nach einem Jahr unter Krankheitssymptomen litten. Darunter fallen etwa Kopfschmerzen, Schwindelanfälle, Gedächtnislücken, aber auch Depressionen oder Angstzustände. Nach Untersuchungen der Patienten stellte sich außerdem heraus, dass es ein Jahr nach der Gehirnerschütterung messbare Unterschiede in der Gehirnmasse der Patienten gibt. Das betraf vor allem die Areale, die für die Stimmung, das Denken und die Steuerung des Gehirns zuständig sind.
Die Forscherinnen raten deswegen, sich nach einer Gehirnerschütterung von einem Arzt behandeln zu lassen. Auch Menschen, die längere Zeit nach der Gehirnerschütterung Symptome aufweisen, sollten sich beraten lassen, bevor sie riskanten Hobbys nachgehen, wie etwa Boxen oder Football.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)