12. März 2013

Nase dran: Chemie in Textilien ist nicht auf Hautkontakt geprüft

Neue Klamotten sollen vor allem gut aussehen - aber wichtiger für die Gesundheit ist der Geruch.

Wenn die Jeans oder das T-Shirt streng nach Lösungsmitteln riechen, stecken im modischen Gewebe oft schädliche Chemikalien. Auch Kleidungsstücke, bei denen dransteht, dass sie ausbluten - also Farbe abgeben - sollte man lieber nicht kaufen - das sagte Dagmar Parusel von der Internationalen Umweltforschungsorganisation EPEA hier bei DRadio Wissen. Sie forderte von den Herstellern, auf Chemie zu verzichten, die nicht für Hautkontakt geeignet ist. Laut Parusel geraten die giftigen Stoffe meist erst bei der sogenannten Veredlung ins Gewebe - wenn der Stoff gefärbt und behandelt wird, damit er schön fällt oder sich besonders gut anfühlt.

Die Chemikalien können über den Hautkontakt auf das Hormonsystem wirken oder Allergien auslösen. So entdeckten die EPEA-Kontrolleure in T-Shirts Rückstände von Weichmachern, die bei Spielzeug längst verboten sind.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)