13. März 2013
Der eine Feind ist besiegt, der Weg für den anderen dafür frei.
Das ist laut einer Studie von Schweizer Forschern bei Baumwolle der Fall, die gentechnisch verändert wurde. Sie haben nach dem Grund gesucht, warum sich die Art der Schädlinge auf Baumwollfeldern in China verändert hat. Dort fressen weniger Raupen die Pflanzen, dafür mehr Blattläuse.
Sie schreiben in einer Fachzeitschrift ("Proceedings of the Royal Society B"), dass die genetisch veränderte Baumwollpflanze ein Gift gegen die Raupen produziert. Mit diesem Gift reagiert die Pflanze ursprünglich auch von selbst auf die Raupen - aber erst dann, wenn sie tatsächlich angefressen wird. Da jetzt der Schutz durch die Genveränderung von Anfang an da ist, setzt die Baumwollpflanze überhaupt keinen Verteidigungsmechanismus mehr in Gang - auch keinen gegen Blattläuse. Diese haben dann freies Feld.
http://rspb.royalsocietypublishing.org/content/280/1758/20130042.abstract
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)