13. März 2013
Im Alltag kennt man Wasser in drei Zuständen: flüssig, gefroren und als Gas.
Tief im Erdinneren herrschen allerdings ganz andere Bedingungen: Der Druck und die Temperaturen sind dort extrem hoch - oftmals jenseits von 22 Megapascal und 374 Grad Celsius. Man spricht dann von "superkritischem Wasser".
Ein internationales Forscherteam hat jetzt untersucht, welche Eigenschaften Wasser unter diesen extremen Bedingungen hat. Im Fachjournal PNAS schreiben die Wissenschaftler, dass sich dann die Struktur des Wassers verändert - und zwar kontinuierlich von einer geordneten, vernetzen Struktur hin zu einer ungeordneten, gering vernetzten Struktur. Das Wasser werde ab einem bestimmten Punkt zu einem sehr aggressiven Lösungsmittel.
Den Forschern zufolge ermöglichen ihre Erkenntnisse eine bessere Abschätzung des Verhaltens von Wasser unter Extrembedingungen bei geochemischen und geologischen Prozessen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)