13. März 2013
Das Internet ist bei den Menschen in Estland besonders beliebt - das wollen jetzt auch Justizbeamte nutzen.
Ein neues Gesetz erlaubt es, Angeklagte und Zeugen in Zukunft über Soziale Netzwerke vorzuladen. Die Adressaten bekommen eine Nachricht mit einem Link, der zu den Gerichtsunterlagen führt. Allerdings wird eine Online-Vorladung erst dann verschickt, wenn der traditionelle Weg keinen Erfolg gebracht hat.
Es wird geschätzt, dass allein 50 Prozent der 30.000 Zivilverfahren nicht bearbeitet werden, weil nötige Zeugen nicht gefunden werden können und Vorladungen nicht beim Empfänger ankommen. In Estland gibt es für die Bürger keine Meldepflicht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)