13. März 2013

Keine Fotos bitte: Verbot der Oper Köln war rechtens

Die "Bild"-Zeitung hat vor Gericht den Kürzeren gezogen.

Einer ihrer Fotografen wollte Bilder von einer Premiere machen, doch die Oper Köln verweigerte diesen Wunsch. Zu Recht - findet das Oberverwaltungsgericht Münster. Demnach ist die Oper zwar verpflichtet, der Presse Auskunft zu geben. In welcher Form das geschieht, könne das Haus aber selbst festlegen. Die Oper Köln hatte zur Premiere des Stückes "Samson und Dalila" Bildmaterial angeboten. Weil das Stück wegen seiner Gewaltszenen schon im Vorfeld kritisiert worden war, hatte die "Bild"-Zeitung einen eigenen Fotografen beauftragt.

Der Anwalt des Springer-Verlags sprach in der Verhandlung von einer Zensurhaltung der Oper. Der Verteidiger der Stadt Köln als Träger der Oper hingegen begründete das Foto-Verbot damit, dass die Persönlichkeitsrechte der Schauspieler geschützt werden sollten. Sie standen auch nackt auf der Bühne.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)