14. März 2013
Jemandem beim Telefonieren zuhören zu müssen, nervt besonders.
Das belegt eine Studie von Forschern der Universität San Diego. Im Fachjournal "PLOS ONE" berichten sie von einem Versuch. Dabei sollten Testpersonen eine Textaufgabe lösen. Sie wurden allerdings abgelenkt - die Hälfte der Probanden durch jemanden, der mit dem Handy telefoniert, die andere Hälfte durch ein normales Gespräch zwischen zwei anwesenden Personen. Das mitgehörte Handytelefonat wurde als störender empfunden als das Gespräch. Es blieb auch stärker im Gedächtnis des Mithörers haften - wahrscheinlich, weil man sich mehr anstrengen muss, um den Inhalt nachzuvollziehen. Schließlich bekommt man von einem Telefonat nur Teile zu hören.
Nach Meinung der Wissenschaftler könnten die Ergebnisse Einfluss haben zum Beispiel auf die Gestaltung von Arbeitsplätzen. Weitere Studien müssten aber noch zeigen, welche Tätigkeiten durch mitgehörte Telefonate besonders gestört werden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)