14. März 2013
Mit einer Begabung ist es schwierig, denn sie ist nicht einfach zu fassen.
Zwei Professoren der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe kritisieren auf dem staatlichen Portal "Deutscher Bildungsserver", wie Begabung gesehen wird. Ihrer Ansicht nach ist sie nicht objektiv festzustellen. Begabung sei keine Eigenschaft, die sich klar wahrnehmen oder einordnen lasse. Die beiden Pädagogen glauben eher, dass sie ein soziales Konstrukt ist. Begabung ist ihnen zufolge immer das, was eine Gesellschaft gerade darin sieht. Heute kann demnach etwas als Talent gesehen werden, was gestern noch egal war.
Sie sind deshalb auch der Meinung, dass es nicht den Typ des "Hochbegabten" gibt. Intelligenztests zeigten, wer besonders schnell lernt oder kreativ ist. Sie warnen deshalb davor, das auch Begabtenförderung darauf festgelegt wird: Es dürfe keine einseitige Hochleistungförderung geben.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)