14. März 2013
Manche Kinder malen mit Vier nur Striche und Kästchen, andere schon ganze Dinosaurier.
Psychologinnen des Boston College sind der Frage nachgegangen, woher das Talent mancher Kinder beim Zeichnen kommt. In der Zeitschrift "Gehirn und Geist" schreiben sie, die Forschung sei lange Zeit davon ausgegangen, dass gutes Zeichnen bei Kindern schlicht eine Frage von Ausdauer, Konzentration und Übung sei.
Die Bostoner Psychologinnen gehen eher davon aus, dass die talentierten Kinder Dinge anders wahrnehmen. Ein typisch entwickeltes Kind sehe die Ränder einer Straße zum Beispiel parallel, weil es wisse, dass sie parallel seien. Ein kunstbegabtes Kind könne dieses Wissen ausschalten und nehme wahr, dass die Linien am Horizont zusammenlaufen. Sie könnten sich besser auf Teile eines Objekts konzentrieren und deshalb auch schon früh perspektivisch zeichnen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)