14. März 2013
Nennen wir ihn doch einfach Franz.
Der neue Papst heißt Franziskus - das ist aber nur der lateinische Name. In vielen Ländern werden Papstnamen genauso der Sprache angepasst wie sonst auch Vornamen. So war Papst Johannes Paul II. in Polen selbstverständlich Jan Pawel. Franziskus ist in Frankreich schon Francois, im Englischen Francis und in Spanien Francisco.
Der Vorschlag, Franziskus in Deutschland einfach zu Franz zu machen, kommt nicht von irgendwoher. Er wurde durch die Vertretung der Katholischen Kirche bei der EU ins Spiel gebracht, von der COMECE. Auch Franz' Vorgänger Benedikt hieß offiziell Benedictus.
Kritik an einem Papst Franz kommt allerdings vom deutschen Sprachforscher Jürgen Udolph: Der Name gehöre zwar in Deutschland zu den beliebtesten 100 Vornamen, ihm hafte aber etwas Altbackenes an. Außerdem sei der Name praktisch schon besetzt: Durch den Fußball-"Kaiser" Franz Beckenbauer.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)