14. März 2013

Träger katholischer Kitas fordert eine öffentliche Kita-Kasse

Ab August haben alle Eltern mit Kindern ab Drei ein Recht auf einen Kita-Platz.

Weil das so ist, bauen Städte und Gemeinden gerade mit Hochdruck Kitas aus - zu Lasten der Qualität, meinen die Autoren einer bundesweiten Studie, die gestern veröffentlicht wurde. 80 Prozent der Kitas haben demnach nur eine mittlere Qualität, mehr als 10 Prozent eine schlechte. Frank Jansen vom Bundesverband katholischer Kindertageseinrichtungen findet das Ergebnis schwer zu verdauen. Aber er kann es sich erklären.

Im Deutschlandfunk sagte er, seit den 90er Jahren seien viel mehr Anforderungen an die Kitas dazu gekommen - durch Bildungspläne zum Beispiel. Die Voraussetzungen seien aber die gleichen geblieben. Kita-Gruppen seien zu groß und es stünden zu wenige Betreuer zur Verfügung.

Für mehr Qualität bräuchte man laut Jansen mehr Geld. Er schlägt eine Kita-Kasse vor, in die auch Betriebe und Sozialversicherungskassen einzahlen müssten. Außerdem solle es ein Qualitäts-Label für gute Kitas geben.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)