15. März 2013
In der Stasi-Unterlagen-Behörde forschen Wissenschaftler zur Geschichte der DDR und der Rolle der Staatssicherheit.
Allerdings sind sie sich nicht immer über die Ergebnisse einig. Darüber berichtet die "Frankfurter Rundschau". Einer der Wissenschaftler kam zu dem Schluss, dass es in der DDR im Jahr 1989 etwa 190.000 Inoffizielle Mitarbeiter gegeben hat - damit wäre auf 89 Bürger ein IM gekommen. Ein anderer Wissenschaftler bezweifelt das: Viele IMs seien doppelt gezählt worden - in Wahrheit habe es viel weniger gegeben. Ihmzufolge wird die Rolle der Stasi überschätzt.
Dem widerspricht ein weiterer Mitarbeiter der Stasi-Behörde: Das System sei gegen Doppelzählungen von IMs geschützt.
Die "Frankfurter Rundschau" schreibt, dass sich die Forscher der Stasi-Unterlagen-Behörde zum Gespräch zusammensetzen wollen - daran sollen dann auch externe Experten teilnehmen - als Schiedsrichter, sozusagen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)