15. März 2013

Nilhecht sendet Stromstöße wie ein Elektrozaun

Der Nilhecht gibt den Forschern Rätsel auf.

Normalerweise kommuniziert er mit seinen Artgenossen über schwache elektrische Entladungen. Bei einer bestimmten Art sind die Stromstöße aber so stark, dass eine Kommunikation nicht mehr möglich ist.

Zoologen aus Regensburg sind auf dieses Phänomen aufmerksam geworden, als sie den Körperbau verschiedener Hechtarten im Nil untersuchten. Die Entladungen des Hechtes "Mormyrus Hasselquistii" erinnerten sie eher an Stromstöße von Elektrozäunen als an die von Fischen.

Verwunderlich ist die Stromstärke den Forschern zufolge deshalb, weil sie zu stark ist, um zu kommunizieren - und zu schwach, um damit Beute zu erlegen. Die Zoologen gehen davon aus, dass die Stromstöße der Abschreckung dienen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)