15. März 2013

Streit unter Ärzten über Qualität von Ferndiagnosen

Muss es immer gleich der Gang zum Arzt sein oder reicht nicht vielleicht auch eine Ferndiagnose per Internet?

Portale wie DrEd bieten Fernsprechstunden an, bei denen die Patienten zum Beispiel Fragebögen ausfüllen müssen und dann Medikamente gegen Geschlechtskrankheiten oder Reise-Impfungen verschrieben bekommen. Laut dem Portal haben im vergangenen Jahr mehr als 15.000 Menschen allein diesen Dienst in Anspruch genommen. Das sorgt auch für Kritik: Ärztepräsident Frank Ulrich Montgomery meint, Ferndiagnosen seien riskant. Neue Behandlungsmethoden könnten zwar getestet werden, allerdings müsse es dabei immer um den Patienten gehen und nicht darum, möglichst viele Medikamente zu verschreiben. Eine Behandlung allein über das Internet könne nicht im Interesse der Patienten sein. DrEd wehrt sich gegen diese Vorwürfe: Besonders bei Geschlechtskrankheiten sei eine Fernbehandlung sogar besser. Oft gingen die Betroffenen damit nicht gern zu einem Arzt - da sei es besser, sie aus der Ferne zu behandeln als gar nicht.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)