15. März 2013

Französische Regierung will Beutekunst zurückgeben

Die französische Regierung will Beutekunst zurückgeben - und hat dafür eine eigene Task-Force eingerichtet.

Das berichtet die Zeitung "Le Figaro". Laut einer Expertenkomission lagern rund 2.000 Werke, deren Herkunft ungeklärt ist, in staatlichen Museen. In den vergangenen sechzig Jahren wurden davon nicht einmal vier Prozent an die ursprünglichen Besitzer oder ihre Nachkommen zurückgegeben. Die Senatorin Corinne Bouchoux glaubt, dass die Rückgabe der Beutekunst mit Hilfe der neuen Arbeitsgruppe beschleunigt werden kann.

Bei der Beutekunst handelt es sich um Kunst, die im Besitz von Juden war. Während des Nationalsozialismus wurde sie beschlagnahmt oder unter Zwang verkauft. Einem Bericht zufolge gelangten so etwa 100.000 Kunstwerke aus dem Besitz französischer Juden nach Deutschland. Etwa 60.000 seien nach Kriegsende wieder zurückgegeben worden, die wertvollstenwurden dem Staat zur Aufbewahrung übergeben.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)