15. März 2013
Tackles, Checks und manchmal eine Boxeinlage.
In Nordamerika geht es im Football und beim Eishockey oft ruppig zur Sache. Dass regelmäßige Schläge gegen den Kopf nicht gesund sind, ist bekannt. Lange wurde das Thema aber verharmlost. Heute ist das anders - 3.500 ehemalige Spieler der NFL verklagen die Football-Liga. Und sie verweisen auf besorgniserregende Zahlen. Ein nomaler US-Amerikaner wird im Schnitt 75 Jahre alt, ein NFL-Spieler zwischen 53 und 59. Die Wahrscheinlichkeit, an einer Gehirnerkrankung wie Alzheimer zu sterben, ist dreimal so hoch. In der Saison 2011 gab es offiziell 266 Gehirnerschütterungen. Die Dunkelziffer ist aber wohl deutlich höher.
Die Liga selbst gibt vor, das Problem erkannt zu haben: Sie hat dem Nationalen US-Gesundheitsamt 30 Millionen Dollar für die Hirnforschung zugesagt. Und: Ab der neuen Saison bekommen alle Teams eine App. Mit den darin gespeicherten Daten soll schon gleich nach dem Spiel festgestellt werden können, ob eine Gehirnerschütterung vorliegt oder nicht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)