15. März 2013
Unkraut vergeht nicht - und das gilt sogar oft, wenn Herbizide, also Pflanzenschutzmittel, eingesetzt werden.
Das Problem: Viele Unkräuter werden resistent - weltweit gibt es bisher 300 davon. Forscher der Universität Hohenheim wollen deshalb erreichen, dass die Landwirte mit den bestehenden Pflanzenschutzmitteln vernünftiger umgehen - also nur genau die einsetzen, die auch wirken. Das könne auch helfen, künftigen Resistenzen vorzubeugen.
Ziel ist es, einen mobilen Schnelltest zu entwickeln, der schon nach 24 Stunden anzeigt, ob ein Schutzmittel hilft oder nicht. Bisherige Methoden dauern deutlich länger.
Der neue Test könnte wohl beispielsweise beim Weizen-Anbau helfen, wo das Acker-Fuchsschwanzgras ein Problem ist. Laut Uni Hohenheim gehen die Erträge bei 100 der Unkraut-Pflanzen auf einem Quadratmeter um bis zu 20 Prozent zurück. Stellenweise seien aber auch 1.000 Pflanzen zu finden - eben weil sie durch den breiten Herbizid-Einsatz resistent geworden seien.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)