15. März 2013

Schulen in Chicago verbannen Comic "Persepolis" aus Klassenzimmern

In den USA ist eine Diskussion über den iranischen Comic "Persepolis" entbrannt.

An Schulen in Chicago darf das Buch nicht mehr gelesen werden. Die Behörden teilten mit, dass sie das Buch nicht verbieten. Lehrer würden aber aufgefordert, es nicht im Unterreicht zu behandeln. Außerdem sollten sie Exemplare des Comics aus den Klassenräumen entfernen. Als Grund wurde genannt, das der Comic Folterszenen enthalte.

"Persepolis" ist die Geschichte eines Mädchens im Iran, das die Islamische Revolution miterlebt. Es eckt oft mit seinen Wünschen nach westlichen Kulturgütern wie Jeans an. Der Comic wurde bis jetzt in Chicago in der siebten Jahrgangsstufe besprochen - also bei 13- bis 14-jährigen Schülern. In mehreren islamisch geprägten Ländern ist der Comic verboten, zum Beispiel im Iran, in Tunesien und im Libanon.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)