16. März 2013
Vor zwei Jahren und fünf Tagen begann die Natur- und Atomkatastrophe in Japan.
Durch das Erdbeben und den Tsunami kamen 16.000 Menschen ums Leben, 380.000 mussten ihre Häuser verlassen. Mehrfach wurde im Atomkraftwerk Fukushima Radioaktivität freigesetzt.
Der Strahlenunfallexperte Christoph Reiners von der Uni-Klinik Würzburg hat anlässlich einer Tagung das Geusndheitsrisiko durch die Atomkatastrophe als eher niedrig bezeichnet. Er bezieht sich auf Zahlen der Weltgesundheitsorganisation. Demnach wird das Risiko für die Bevölkerung um Fukushima in ihrem Leben an Krebs zu erkranken, um ein Prozentpunkt auf 30 Prozent steigen.
Der Strahlenexperte aus Würzburg sagt, dass anders als in Tschernobyl die Bewohner sehr schnell in Sicherheit gebracht wurden und die Behörden schnell Maßnahmen ergriffen hätten.
Problematischer als das Krebsrisiko sei der gesundheitliche Stress durch die Evakuierungen und die neuen Lebensbedingungen. Der Stress sorge für deutlich mehr psychische Erkrankungen und Herz-Kreislauf-Beschwerden.
Andere Wissenschaftler kommen aber auch zu einer anderen Einschätzung als die WHO. Sie rechnen mit bis zu 80.000 zusätzlichen Krebsfällen, doppelt so viele wie die WHO.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)