18. März 2013
Manchmal braucht es einfach viel Druck, damit man aktiv wird.
Das gilt für Menschen, aber auch für Lebewesen am tiefsten Punkt der Erde. Ein internationales Forscherteam hat einen Tauchroboter in den Marianengraben geschickt, in 11.000 Meter Tiefe.
Wie sie im Fachblatt "Nature Geoscience" schreiben, sind die Mikroorganismen dort aktiver als in seichteren Meeresgebieten. Der Sauerstoffverbrauch im Graben war fast doppelt so hoch wie in 6000 Metern Tiefe.
Der Marianengraben hat auch eine höhere Anzahl von Bakterien als bisher bekannt. Die Forscher vermuten, dass absinkende Kadaver oder Algenreste in den Graben gespült werden, von denen sich die Mikroben dann ernähren. Auch Erdbeben könnten dabei helfen, die es östlich der Philippinen häufiger gibt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)