18. März 2013
Politikskandale wie die um Christian Wulff und Karl-Theodor zu Guttenberg sind ohne Frage Aufreger.
Die meisten Bürger empfinden sie aber nicht als wichtiges Problem. Das hat der Kommunikationswissenschaftler Volker Gehrau von der Universität Münster herausgefunden.
Er hat Daten aus zwölf Jahren ausgewertet und kommt in der "Süddeutschen Zeitung" zu dem Schluss: Die Menschen reagieren relativ gelassen auf Politikskandale und gehen schnell wieder zur Tagesordnung über.
Dem Wissenschaftler zufolge zerstören solche Skandale zwar das Vertrauen in das politische System - aber nur für einige Zeit. Laut Gehrau steigt das Niveau der Politikverdrossenheit dadurch langfristig nicht an.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)