18. März 2013

Friedensnobelpreis: Bulgarische Kirche eine von bereits 250 Nominierungen

Barack Obama hat schon einen, die Europäische Union auch.

Die Rede ist vom Friedensnobelpreis. Wenn es nach dem Willen von Latschesar Toschew geht, soll in diesem Jahr die Orthodoxe Kirche in Bulgarien die Ehrung erhalten. Der frühere Vizepräsident der Parlamentarischen Versammlung des Europarates hat die Kirche dafür nominiert - und zwar für die Rettung der Juden des Landes im Zweiten Weltkrieg. Die Regierung in Sofia hatte 1943 auf Druck des Kirchenoberhaupts und des Parlaments die bereits zugesicherte Auslieferung der bulgarischen Juden an Deutschland gestoppt.

Die Konkurrenz um den Friedensnobelpreis ist aber groß: Bei den Juroren in Norwegen sind schon mehr als 250 Nominierungen eingegangen. Vorschläge machen darf übrigens nicht jeder. Nominierungsberechtigt sind zum Beispiel Mitglieder von Regierungen oder internationalen Gerichten, frühere Nobelpreisträger und Universitätsrektoren sowie Professoren bestimmter Fachrichtungen - zum Beispiel der Sozialwissenschaften, Geschichte und Philosophie.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)