19. März 2013

Rückspiegel: Vor 60 Jahren ging der Messerschmitt-Kabinenroller "Karo" in Produktion

Wir werfen einen Blick in die Geschichte. Heute vor genau 60 Jahren, am 19. März 1953, ging in Deutschland eine Mischung aus einem Roller und einem Kleinwagen in Produktion: der Messerschmitt-Kabinenroller.

Schon Ende der 40er wurden vereinzelt sogenannte Rollermobile gebaut, also Roller mit schützenden Außenwänden. Viele Menschen konnten sich kein Auto leisten, wollten aber auf einen gewissen Komfort nicht verzichten. Der Messerschmitt-Kabinenroller hatte drei Räder: eins hinten, zwei vorne. Fahrer und Beifahrer saßen hintereinander - das sollte das Gefährt schmal halten und schneller machen. Wegen des aufklappbaren Plexiglas-Daches wurde der Kabinenroller nicht nur mit "Karo" abgekürzt, sondern auch "Schneewittchensarg" genannt.

Ausgedacht hatte ihn sich der Flugzeugbauer Fritz Fend, eigentlich als einfaches und billiges Fortbewegungsmittel für behinderte Menschen.

Produziert wurde der Messerschmitt-Kabinenroller nur gut zehn Jahre, weil immer mehr Menschen sich schließlich ein richtiges Auto leisten konnten und wollten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)