19. März 2013

Globalisierungs-Theoretiker Nair: Die Party ist vorbei

Was ist wichtiger: Individuelle Freiheit oder das Recht auf sanitäre Anlagen, Elektrizität und sauberes Wasser?

Für Chandran Nair ist es letzteres. Der indischstämmige Unternehmer und Gründer des "Global Institute for Tomorrow" erklärt in der "Süddeutschen Zeitung", warum er glaubt, dass es künftig starke, autoriräte Staaten geben muss, die den Wohlstand besser verteilen. Der Westen argumentiere gerne mit Menschenrechten, um seine Positionen durchzusetzen. Das werde aber hinter das Recht auf Dinge wie Wasser, Essen und Bildung zurücktreten. Nair sagt: Im Jahr 2060 wird es fünf Milliarden Asiaten geben. Wenn alle diese Menschen den gleichen Lebensstandard haben wollten, wie die in Amerika und Europa heute, werde unser Planet zusammenbrechen. Deshalb müssten die Asiaten verstehen, dass sie zu spät kämen. Nair wörtlich: Die Party ist vorbei.

Übrigens reagieren die Menschen in den USA laut Nair viel verstörter auf seine Thesen als die Asiaten. Die wüssten aus ihrer täglichen Erfahrung, dass er recht habe.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)