19. März 2013
Kopieren ist leichter als neu schreiben.
Lange Zeit hat man geglaubt, dass dieses Prinzip auch für die Evolution von Genen gilt. Wissenschaftler gingen davon aus, dass sich im Laufe der Evolution bereits existierende Gene vervielfacht haben - und die Kopien dann neuen Aufgaben angepasst wurden. Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie in Plön haben aber jetzt nach eigenen Angaben herausgefunden, dass das längst nicht immer der Fall ist. Stattdessen entstehen Gene oft von Grund auf neu.
Die Forscher haben unter anderem das Erbgut von Mäusen analysiert. Dabei fanden sie heraus: Gene, die später in der Evolution entstanden sind, sind häufig kürzer als die, die schon lange existieren. Die Forscher sehen ihre Theorie auch noch anhand weiterer Hinweise bestätigt. Die gleichen Zusammenhänge fanden sie auch bei Analysen der Gene von Mensch, Zebrafisch und Stichling.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)