19. März 2013
Die Bilanz von zehn Jahren ist eine pure Enttäuschung.
Dieses Fazit zieht der irakische Schriftsteller Najem Wali in der "taz" zehn Jahre nach Beginn des Irak-Kriegs. Wali schreibt: Wer heute im Irak lebt oder sich in den Straßen Bagdads umschaut, der braucht weder Theoretiker für Demokratie noch Spezialist in Wirtschaft oder Politik zu sein, um sich ein anschauliches Bild von dem Chaos und Verfall zu machen, die allerorts um sich greifen. Und vor allem gebe es keine Sicherheit. Die Iraker müssten damit leben, dass ihr Weg zur Arbeit ein Abenteuer bleibe.
Wali meint, es sei zu erwarten gewesen, dass der Irak auf einer Liste der zehn gescheiterten Staaten im vergangenen Jahr auf Platz neun gelandet ist - hinter Ländern wie Somalia, Kongo, Sudan und Tschad. Sollten die kommenden Wahlen keine stabilen politischen Verhältnisse schaffen, werde der Irak bald weiter vorne liegen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)