19. März 2013
Da kräht kein Hahn nach.
So lautet eine bekannte Redensart. Und wenn sich das Sprichwort auf das Morgenlicht bezieht, stimmt es sogar. Japanische Wissenschaftler schreiben im Fachblatt "Current Biology", Hähne richteten sich bei ihrem morgendlichen Krähen nicht, wie oft vermutet, nach Helligkeit. Vielmehr werde das Konzert von einer inneren Uhr gesteuert.
Das folgern sie aus einem Experiment. Dabei setzten sie einige Tiere unterschiedlichen Lichtbedingungen aus. Das Ergebnis: Bei einem zwölfstündigen Wechsel zwischen hellem und gedämpften Licht, das wie Tag und Nacht wechselte, krähten die Hähne regelmäßig etwa zwei Stunden vor Sonnenaufgang. Gleiches passierte aber auch, als die Hähne 24 Stunden in gleichbleibendem Dämmerlicht gehalten wurden.
Einen äußeren Reiz gibt es den Forscher zufolge aber, dem die Gockel offenbar nicht wiederstehen können: Kräht ein Artgenossen, stimmen auch sie ihr Kikeriki an.
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Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)