19. März 2013
Kann eine Ein-Themen-Partei wie die kürzlich gegründete "Alternative für Deutschland" in den Bundestag einziehen?
Ziemlich sicher nicht, meint der Politologe Carsten Koschmieder vom Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin. Warum, begründet er in der "Frankfurter Rundschau". Selbst Wähler, die einem Anti-Euro-Programm wie dem der "Alternative für Deutschland" völlig zustimmten, wählten letzlich meist eine andere Partei - und zwar, weil sie noch andere Anliegen hätten. Außerdem habe es noch nie eine Partei in den Bundestag geschafft, die zuvor in keinem Landtag war.
Die "Alternative für Deutschland" hatte gestern in Berlin ihr Wahlprogramm vorgestellt. Sie will, dass die Euro-Staaten wieder ihre alten Währungen einführen - also Deutschland die D-Mark.
Ein-Themen-Parteien hatten laut Koschmieder bisher nur auf regionaler Ebene und zeitlich begrenzt Zulauf. Im Bund scheitern sie ihm zufolge auch daran, dass in der öffentlichen Wahrnehmung jede Partei rechts der CDU als rechtsextrem gilt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)