19. März 2013
Wenn wir über das heutige Tagesthema "Wohnen" nachdenken, haben Haus und Hof eine große Bedeutung. Wir bauen ein Haus, um darin zu wohnen. Aber warum "machen wir jemandem den Hof?"
Die Redewendung besagt, dass sich jemand um die Gunst eines anderen bemüht. Sie ist eine Übersetzung des französischen Ausspruchs "faire la cour à quelqu'un".
Damit war ursprünglich im 19. Jahrhundert das sehr bemühte, unterwürfige Verhalten der Angestellten des Fürsten, sogenannter Höflinge, gemeint. Diese arbeiteten am Hof eines Herrschers und bemühten sich stets um seine Gunst. Sie "machten" ihm also wortwörtlich den Hof. Das Verb "hofieren" kommt ebenfalls aus dieser Zeit.
Weil die Schmeicheleien des Untertanen sehr dem werbenden Verhalten eines Mannes gegenüber einer geliebten Frau ähneln, wurde die Redewendung "jemandem den Hof machen" später darauf übertragen.
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Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)