20. März 2013
In Ägypten spielen seit dem Sturz des ehemaligen Präsidenten Hosni Mubarak Islamisten eine große Rolle in der Politik. Bisher außen vor blieben jedoch die ägyptischen Sufis.
Die Politologin Ruth Wirth analysiert deren Rolle in dem nordafrikanischen Land. Im GIGA-Focus schreibt sie, der Sufi-Orden zähle etwa zehn Millionen Anhänger. Jedoch habe vor allem die Fragmentierung bisher eine größere politische Mobilisierung und Einflussnahme verhindert. Bis zur Revolution habe die Führung der Sufis meist mit dem jeweiligen Regime kooperiert. Das sei seit 2009 aus den eigenen Reihen auch vermehrt kritisiert worden.
Mittlerweile werden die Sufis laut der Politologin aber mehr politisch tätig. So wurde eine eigene Partei gegründet - die "Ägyptische Befreiungspartei". Bislang hat sie bei Wahlen zwar schlecht abgeschnitten. Das muss der Wissenschaftlerin zufolge angesichts des potenziellen Wählerreservoirs aber nicht von Dauer sein.
http://www.giga-hamburg.de/dl/download.php?d=/content/publikationen/pdf/gf_nahost_1302.pdf
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)