20. März 2013

Mini-Labor unter der Haut als Alternative zu Bluttests

Ein Pieksen in der Armbeuge entfällt, der Patient kann bequem zu Hause bleiben und trotzdem können Blutwerte kontrolliert werden.

Möglich macht das ein Implantat, das unter der Haut eines kranken Menschen als eine Art Minilabor eingesetzt wird. Ein Prototyp ist gerade auf einer Fachmesse vorgestellt worden. Und so funktioniert es: Mehrere Sensoren des Gerätes weisen bis zu fünf körpereigene Substanzen im Blut parallel nach. Sind die Werte gemessen, werden sie verschlüsselt an eine Art Pflaster auf der Haut übertragen. Von dort wiederum können die Daten per Bluetooth etwa an das Handy des behandelnden Arztes verschickt werden. Strom erhält das Implantat über das Pflaster auf dem Körper des Patienten. Sind die Batterien leer, muss also nur das Pflaster und nicht gleich das ganze Implantat ausgetauscht werden.

Noch ist diese Erfindung aus der Schweiz Zukunftsmusik. Die Forscher rechnen allerdings damit, dass in etwa vier Jahren ein kommerzieller Einsatz des Minilabors möglich ist.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)