20. März 2013
Deutschland ist ein Billiglohnland.
So sieht es unser Nachbar Belgien und will sich bei der EU-Kommission darüber beschweren. Wie die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" schreibt, machen die Deutschen aus belgischer Sicht die Preise kaputt. In Deutschland seien viele osteuropäische Arbeiter beschäftigt, und zwar zu sehr niedrigen Löhnen und unter "ungeheuerlichen sozialen Bedingungen" - vor allem in Schlachtereien. Inzwischen sei es billiger, belgisches Fleisch in Deutschland zerteilen zu lassen als im eigenen Land. Das schädige die Wirtschaft in Belgien.
Auch die EU-Kommission unterstützt die Vorwürfe und fordert einen Mindestlohn in Deutschland. Die "F.A.Z." schreibt allerdings, es sei unwahrscheinlich, dass rechtliche Schritte eingeleitet würden. Mindestlöhne seien in der EU immernoch Sache der einzelnen Staaten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)