20. März 2013

Oberster US-Gerichthof erlaubt Verkauf von im Ausland gekauften Büchern

Eigentlich eine gute Geschäftsidee: Ein Student aus Thailand ließ sich von seiner Familie Fachbücher US-amerikanischer Verlage aus Thailand schicken, die er dann zu einem höheren Preis in den USA wieder verkaufte.

Ein Verlag verklagte ihn - die Klage wurde jetzt vom Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten abgewiesen. Begründung: Bücher, die in einem Land legal verkauft worden seien, dürften in die USA eingeführt und dort wieder verkauft werden. Hätte das Gericht anders entschieden, hätte das das Aus von vielen Online- und Disount-Verkäufen bedeutet. Die Verlage allerdings kritisierten die Entscheidung - und kündigten Konsequenzen für die Konsumenten an. Denn künftig würden die Verlage aufhören, ihre Bücher in verschiedenen Ländern zu unterschiedlichen Preisen anzubieten. Das hieße, dass US-amerikanische Bücher im Ausland teurer würden - und so werde vielen Menschen der Zugang zu US-amerikanischer Fachliteratur verwehrt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)