20. März 2013
"Würden sich die Wissenschaftler nicht permanent ausbeuten lassen, wäre das Hochschul-System in Italien schon längst zusammengebrochen."
Das sagen Wissenschaftler in einem Artikel von "Zeit online". Berichtet wird darüber, dass immer mehr Forscher ins Ausland gehen - weil sie dort wesentlich bessere Bedingungen vorfinden. Alle, die in Italien blieben, hätten dadurch noch heftiger zu kämpfen: Keine Ferien, keine Sekretäre, Arbeiten Nachts und am Wochenende. "Zeit online" berichtet von einem gemeinsamen Aufruf der Hochschulrektoren. In Italien gebe man sich der Illusion hin, dass man bei der Bildung sparen und trotzdem konkurrenzfähig bleiben könne.
"Zeit online" sieht aber nicht nur Probleme in den schlechten Finanzen. In Unis gebe es Vetternwirtschaft: Rektoren besetzten Stellen einfach mit Familienmitgliedern. Außerdem seien die Aufnahmekritierien für Unis in Italien viel zu lasch: Für ein Medizinstudium reiche schon ein Abschlusszeugnis einer Berufsschule.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)