20. März 2013

Afrikanische Buntbarsche mögen Patchworkfamilien

Patchworkfamilien mit Adoptivkindern sind bei afrikanischen Buntbarschen anscheinend normal.

Forscher der Universität Wien haben herausgefunden, dass die Tiere ihre Jungen freiwillig in die Nester anderer Artgenossen legen und die Kinder anderer Buntbarsche bereitwillig adoptieren.

Die Forscher vermuten, dass die Barsche das tun, um ihre Familie vor dem Aussterben zu bewahren: Die Buntbarschbabys seien ein beliebter Snack für andere Fischarten. Wenn nicht alle Jungen im selben Nest lägen, sei die Gefahr also geringer, dass alle gleichzeitig Opfer eines hungrigen Angreifers würden. Je kleiner die Jungen seien, desto wahrscheinlicher sei es, dass sie gefressen würden. Deswegen seien kleine Adoptivkinder besonders beliebt, denn dann sinke die Wahrscheinlichkeit, dass die eigenen, größeren Jungen, gefressen würden.

Die Studie ist in der Fachzeitschrift "Behavioural Ecology" erschienen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)