20. März 2013
Um die Natur zu schützen, greifen Regierungen auch mal zu drastischen Mitteln.
Auf einer Inselgruppe im Südatlantik sind nach Angaben der Nachrichtenagentur "MercoPress" mehr als 1.900 Rentiere getötet worden. Sie gelten als Gefahr für die Pflanzen und Tiere auf den Inseln. Anfang des letzten Jahrhunderts hatten norwegische Walfänger die Rentiere mitgebracht. Nach dem Ende des Walfangs verbreiteten sich die Tiere aber sehr stark und bedrohten unter anderem besondere Vogelarten.
Die Regierung von Südgeorgien und den südlichen Sandwichinseln hat nun mitgeteilt, die erste Phase der Ausrottung sei abgeschlossen. Die Tiere seien eingefangen und von Ärzten getötet oder vom Hubschrauber aus erschossen worden. Das Fleisch soll verkauft und mit den Einnahmen die Tötung der Tiere bezahlt werden.
Nach Angaben der Regierung gibt es schon erste Anzeichen dafür, dass sich die Natur erholt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)