21. März 2013
Wir werfen einen Blick zurück in die Geschichte. Heute vor genau 50 Jahren, am 21. März 1963, wurde das US-amerikanische Insel-Gefängnis Alcatraz in der Bucht von San Francisco geschlossen.
Dem Justizministerium waren die Kosten für den Gefängnisbetrieb zu hoch; die Gefangenen wurden in andere Haftanstalten verlegt. Alcatraz galt als härtestes Gefängnis der USA. Schon während des amerikanischen Bürgerkriegs wurden dort Deserteure eingesperrt, später dann Wehrdienstverweigerer des Ersten Weltkriegs. In den 30er Jahren wurde es zum normalen Bundesgefängnis. Insgesamt war Platz für etwa 200 Häftlinge, die meisten saßen dort für zehn Jahre. Zu den berühmtesten Insassen gehört der Gangster-Boss Al Capone. Die Lage vor der Küste machte Alcatraz auch zum ausbruchsichersten Gefängnis des Landes: Das Wasser um die Insel ist eiskalt und die Strömung tückisch.
Nach der Schließung 1963 wurde die Insel eine Zeit lang von Indianern besetzt, die ihr Land zurückerobern wollten. Heute ist sie Erholungsfläche und ein Touristenmagnet.
Der Name "Alcatraz" kommt übrigens vom spanischen Wort "alcatraces". Das bedeutet Pelikane - die nisten auf der Insel.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)