21. März 2013

Kleine Kinder kennen Gerechtigkeit - verhalten sich aber häufig nicht so

Alles meins! Was sich egoistisch anhört, scheint bei Dreijährigen noch normal:

Sie wollen nicht teilen. Und wenn sie es doch tun, geben sie höchstens ein ungeliebtes Spielzeug oder den kleinsten Keks ab. Wie amerikanische Psychologen im Fachmagazin PLOS ONE berichten, wissen Dreijährige aber durchaus schon, was gerechtes Teilen bedeutet. Die Forscher gaben 102 Kindern von drei bis acht Jahren vier Sticker ihrer Lieblingsfarbe. Dann fragten sie sie, wie man die Aufkleber wohl mit einem anderen Kind aufteilen sollte. Fast alle Kinder sagten, dass sie gerecht teilen würden. Als sie dann aber tatsächlich Sticker abgeben sollten, gaben nur die älteren Kinder die Hälfte ab. Die Psychologen schließen daraus, dass die Regeln eines gerechten Teilens erst bei Siebenjährigen so viel Wert erlangen, dass sie dafür bereit sind, den eigenen Vorteil aufzugeben.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)