21. März 2013
Diese Studie hat einen völlig neuen Risikofaktor für Autismus erkannt.
Das meint Andrea Roberts, Leiterin einer Untersuchung an der Harvard School auf Public Health in den USA. Dort waren Daten von mehr als 50.000 Frauen ausgewertet worden. Heraus kam, dass Frauen, die als Kind körperlich oder psychisch missbraucht wurden, später mit größerer Wahrscheinlichkeit ein autistisches Kind zur Welt bringen als Frauen ohne Missbrauchserfahrung. Nach besonders schwerem Missbrauch ist das Risiko für ein autistisches Kind demnach sogar dreieinhalb Mal so hoch.
Das berichten die beteiligten Wissenschaftler online im Fachmagazin "JAMA Psychiatry". Sie vermuten, dass Missbrauch sich langfristig auf das Immunsystem und die Stressresistenz auswirkt. Deshalb steige dann die Wahrscheinlichkeit, ein autistisches Kind zu bekommen - möglicherweise mit Auswirkungen über mehrere Generationen. Zur Erforschung der genauen Ursachenkette seien aber weitere Untersuchungen nötig.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)