21. März 2013

Ägypten: Zensurbehörde erlaubt Dokumentation über jüdisches Leben

Der Film erzählt vom jüdischen Leben in Kairo in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

Nach einem kurzfristigen Verbot darf er jetzt doch in die ägyptischen Kinos kommen. Der Regisseur der Dokumentation, Amir Ramses, kündigte die Premiere von "Jews of Egypt" für kommenden Mittwoch an. Die ägyptische Zensurbehörde hatte den Start des Films in der vergangenen Woche gestoppt, weil sie bei der aktuell angespannten Lage im Land Sicherheitsbedenken hatte.

In der Dokumentation geht es um den Alltag einer jüdischen Gemeinde in Kairo zu Beginn des 20. Jahrhunderts bis zur Auswanderungswelle nach der Suez-Krise 1956. Dabei zeigt der Film, wie sich die Haltung der ägyptische Gesellschaft gegenüber jüdischen Mitbürgern veränderte.

Im Herbst 1956 besetzten Israel, Großbritannien und Frankreich Teile der Sinai-Halbinsel sowie des Gazastreifens. Hauptstreitpunkt war die Kontrolle über den strategisch bedeutsamen Suez-Kanal.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)