21. März 2013
Mediziner sprechen vom "Golfkriegssyndrom":
Dauermüdigkeit, Muskel- und Gelenkschmerzen und Gedächtnisstörungen - das sind Beschwerden, unter denen viele Soldaten aus dem ersten Golfkrieg leiden. Jeder vierte klagt darüber.
Wissenschaftler aus den USA haben jetzt zum ersten Mal Verletzungen im Gehirn durch den Krieg bei Ex-Soldaten nachgewiesen. Ihre Nervenbahnen seien messbar beschädigt, sie arbeiteten nicht mehr normal. Die Nervenleitungen verbänden normalerweise Gehirnareale miteinander, die für Erschöpfung, Schmerzen, Emotionen und das Belohnungssystem eine wichtige Rolle spielen.
Wodurch die Beschwerden ausgelöst wurden, ist bis heute umstritten. Im Verdacht stehen Wechselwirkungen bestimmter Medikamenten und Gifte, die während des Krieges eingesetzt wurden. Viele Betroffene sind erleichtert, dass eine körperliche Ursache für ihre Beschwerden gefunden wurde - sie kämpfen seit Jahren darum, dass ihre Beschwerden als Krankheit anerkannt werden und nicht nur als posttraumatische Belastungsstörung.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)