22. März 2013
Die Geburtsurkunde unseres Universums muss neu geschrieben werden.
Das zumindest meint die Europäische Weltraumorganisation ESA. Ihren neuesten Daten zufolge ist das Universum 13,82 Milliarden Jahren alt. Damit wäre es rund 80 Millionen Jahre älter als bislang angenommen.
Die neuen Angaben lieferten Messungen des Satelliten "Planck". Der wurde im Mai 2009 ins All geschossen - und sollte wie eine Art Zeitmaschine zurück in die Vergangenheit des Universums blicken. Dazu zeichnete der Satellit die kosmische Mikrowellen-Hintergrundstrahlung auf. Das ist die älteste Lichtstrahlung im All. Sie hat ihren Abdruck am Sternenhimmel zu einer Zeit hinterlassen, als das Weltall noch relativ jung war.
Die Daten lieferten die bisher präziseste Bestätigung der gängigen kosmologischen Theorien. Laut ESA müssen aber auch grundsätzliche Annahmen überdacht werden, da einige rätselhafte Phänomene entdeckt wurden. Ein Beispiel: Auf dem Komplettbild, das der Satellit vom Universum gemacht hat, haben Forscher einen "kalten Fleck" ausgemacht, der sich über ein wesentlich größeres Areal am Himmel erstreckt als erwartet. Für diese Anomalie suchen die Forscher nun nach Erklärungen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)