22. März 2013
Wir haben es ja schon immer gewusst: Wenn Männer krank sind, dann leiden sie viel mehr als Frauen.
Diese gefühlte Wahrheit hat jetzt Unterstützung aus der Wissenschaft bekommen. Mediziner am Uni-Krankenhaus Padua haben nachgewiesen, dass Frauen und Männer unterschiedlich erkranken. In ihrer Studie geht es allerdings nicht darum, wie sehr wer leidet, sondern darum, dass sich die Symptome bestimmter Krankheiten unterscheiden und dass das auch Folgen für die Behandlung hat.
Herzinfarkte zum Beispiel gelten als typische Männerkrankheit. Sie werden erkannt an einem Enge-Gefühl im Brustraum und an Schmerzen, die in den linken Arm ausstrahlen. Bei Frauen äußert sich das anders, durch Übelkeit und Schmerzen im Unterbauch. Ein weiteres Beispiel: Bei Darmkrebs finden sich die Tumore bei Mann und Frau an verschiedenen Stellen und Frauen reagieren besser auf bestimmte Chemo-Therapien.
Der Fachbegriff für diese Art von Forschung ist übrigens "Gender-Medizin".
Die Studie ist in der Zeitschrift "Clinical Chemistry and Laboratory Medicine" erschienen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)