22. März 2013

Pekinger sollen künftig mit entsalztem Meerwasser versorgt werden

Die Wasserversorgung ist in China ein großes Problem.

Zumindest für die Menschen in Peking gibt es aber Hoffnung. Sie könnten künftig zumindest zum Teil mit entsalztem Meerwasser versorgt werden. Ein Sprecher des größten Pekinger Wasserunternehmens sagte, dass dazu am Golf von Bohai eine Anlage entwickelt worden ist. Sie soll in drei Jahren pro Tag eine Million Tonnen gereinigtes Wasser über eine Pipeline nach Peking pumpen. Bis in die Stadt sind es etwa 270 Kilometer.

Das Meerwasser soll ein Drittel des Wasserbedarfs der chinesischen Hauptstadt decken. Es soll aus 15 Metern Tiefe hochgepumpt werden und deshalb die Reinheitsstandards erfüllen. Laut der Firma ist es qualitativ sogar besser als das derzeitige Leitungswasser.

In manchen Teilen Chinas gibt es anhaltende Dürren. Anderswo ist das Grundwasser industriell verschmutzt. Im vergangenen Jahr sollen 300 Millionen Chinesen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser gehabt haben.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)